Was macht das DKF?

Das Deutsche Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte der Gesundheits- und Pflegeberufe (DKF) wurde im Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) mit Zuwendung des Bundesministeriums für Gesundheit eingerichtet.

Ziel des Kompetenzzentrums ist es, sich an der Entwicklung, Begleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur Gewinnung von Personen mit einer pflege- oder gesundheitsfachlichen Ausbildung aus dem Ausland zu beteiligen. Dazu gehören Instrumente der Qualitätssicherung im Rahmen von Anwerbungen und Vermittlungen dieser Personengruppe (DKF Zertifikat) und Maßnahmen zur fachlichen, betrieblichen und sozialen Integration im Sinne eines guten Integrationsmanagements (Werkzeugkoffer W&I). Diese Vorhaben basieren auf Ergebnissen der Arbeitsgruppe 4 der Konzertierten Aktion Pflege der Bundesregierung.

Die Bundesregierung hat es sich angesichts der Herausforderungen durch den demografischen Wandel zur Aufgabe gemacht, die Fachkräftesicherung zu unterstützen. Dies gilt auch und insbesondere für die Pflege. Die Versorgungssicherheit in der Pflege sowie eine gute professionelle Pflege sollen vorrangig durch Pflegefachpersonen aus dem Inland und der Europäischen Union gewährleistet werden. Ein darüberhinausgehender Bedarf soll durch Pflegefachpersonen aus Drittstaaten gedeckt werden. So ist die Gewinnung von Pflegefachpersonen aus dem Ausland angesichts des Fachkräftemangels eine zusätzliche Möglichkeit für Krankenhäuser, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen, offene Stellen zur Sicherung der pflegerischen Versorgung zu besetzen.

Das Deutschen Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte der Gesundheits- und Pflegeberufe (DKF) befindet sich im Büro des Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) in Berlin. Hier finden Sie Antworten auf „Häufige Fragen“ und Informationen zu den DKF-Mitarbeitenden mit den jeweiligen Kontaktmöglichkeiten sowie zur Kooperation des DKF mit der Deutschen Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa).

Auszug aus den Vereinbarungen der AG 4 der Konzertierten Aktion Pflege (KAP)

Ziel der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) ist, die Versorgungssicherheit in der Pflege sowie eine gute professionelle Pflege vorrangig durch Pflegefachpersonen aus dem Inland und der Europäischen Union zu gewährleisten. Ein darüberhinausgehender Bedarf soll durch Pflegefachpersonen aus Drittstaaten gedeckt werden. Arbeitsalltag und Arbeitsbedingungen der beruflich Pflegenden sollen unmittelbar und spürbarverbessert, Ausbildung und Umschulungen in den Pflegeberufen deutlich ausgeweitet und weitere, umfassende Maßnahmen zur Entlastung der Pflegefachpersonen sowie zur besseren Wertschätzung und Bezahlung umgesetzt werden.

Pflegefachpersonen aus EU-Mitgliedstaaten haben im Rahmen der Freizügigkeit uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Für die Ausübung von reglementierten Berufen ist jedoch eine Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung erforderlich. Arbeitsmarktliche Informationen und Beratung erfolgt durch die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV). Die ZAV ist in die europäischen Beratungs- und Vermittlungsaktivitäten des Europäischen Netzwerks der Arbeitsvermittlungen (EURES-Netzwerk) eingebunden. Darüber werden unter anderem Fachkräfte aus Mitgliedsstaaten zur Arbeitsaufnahme in Deutschland informiert und beraten.

Der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe 4 liegt in der Gewinnung von Fachkräften aus Drittstaaten, da hier besondere Herausforderungen bestehen. Generell beziehen sich die Ausführungen jedoch auf Pflegefachpersonen aus der Europäischen Union und aus Drittstaaten (Ausland). Die Gewinnung von Pflegefachpersonen aus dem Ausland ist angesichts des Fachkräftemangels eine zusätzliche Möglichkeit für Krankenhäuser, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen, offene Stellen zur Sicherung der pflegerischen Versorgung zu besetzen. Die Konzertierte Aktion Pflege hat deshalb Maßnahmen entwickelt, die Rahmenbedingungen für die Gewinnung von Pflegefachpersonen aus dem Ausland so zu verbessern, dass Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationseinrichtungen und Krankenhäuser bestmöglich dabei unterstützt werden, Pflegefachpersonen aus dem Ausland gewinnen zu können, um die Versorgung und eine gute professionelle Pflege zu sichern. Bei allen Maßnahmen sollen die Vorgaben des „Globalen Verhaltenskodex der Weltgesundheitsorganisation für die Internationale Anwerbung von Gesundheitskräften“ beachtet werden.

Es muss gewährleistet sein, dass Pflegefachpersonen mit ausländischen Abschlüssen die berufsspezifischen Anforderungen an Berufsqualifikation und Berufsausübung in gleicher Weise wie inländische Fachkräfte erfüllen. Die Verfahren bei den Anerkennungsbehörden in den Bundesländern werden beschleunigt und die Transparenz verbessert. Die Maßnahmen zur Sprachförderung im In- und Ausland werden ausgeweitet.

Pflegefachpersonen aus dem Ausland sollen in die Lage versetzt werden, sich im Team und mit den Patientinnen und Patienten sprachlich gut verständigen zu können. Die Verwaltungsverfahren im In- und Ausland in Zusammenhang mit der Erteilung von Visa für Personen aus Drittstaaten sollen effizienter, transparenter und zukunftsorientiert gestaltet werden. Der rechtliche Rahmen soll mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz gezielt geöffnet werden. Zudem soll fachlich, betrieblich und sozial eine nachhaltige, gute Integration sowie eine gute Willkommenskultur gewährleistet werden. Die Ausbildung junger Menschen aus dem Ausland in den Pflegefachberufen in Deutschland soll gestärkt werden. In ausgewählten Herkunftsländern sollen zudem unmittelbar anerkennungsfähige Ausbildungsgänge mit integriertem Deutschspracherwerb eingerichtet werden.

Pflegefachpersonen aus Drittstaaten haben entsprechend den geltenden Aufenthaltsregelungen Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt und arbeiten dort zu den gleichen Bedingungen wie Beschäftigte aus dem Inland oder der Europäischen Union. Die Maßnahmen der Konzertierten Aktion Pflege zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen sollen in gleicher Weise für in- und ausländische beruflich Pflegende umgesetzt werden.

Die Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation durch den „Globalen Verhaltenskodex der WHO für die Internationale Anwerbung von Gesundheitskräften“ sowie die Überlegungen zu dessen Weiterentwicklung werden berücksichtigt. Eine gezielte Anwerbung soll nur mit Zustimmung der Herkunftsländer durchgeführt werden (KAP, S. 133f.).

Titel der Broschüre der Konzertierten Aktion Pflege

Konzertierte Aktion Pflege

Vereinbarungen der Arbeitsgruppen 1 bis 5:

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Das DKF in Kooperation mit der DeFa

Die DeFa – Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe – übernimmt für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bei entsprechender Beauftragung die Antragstellung für Einreise, Aufenthalts- und Berufserlaubnis sowie Berufsanerkennung und beschleunigt die Verfahren.

Das DKF unterstützt diese Kunden der DeFa durch:

  • Erstberatung zum Integrationskonzept
    Das DKF berät Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen auf Grundlage der DKF-Pilotstandards Willkommenskultur & Integration.
  • Unterstützung bei der Umsetzung
    Das DKF bietet Unterstützung bei der Überprüfung und Weiterentwicklung des jeweiligen Integrationskonzeptes sowie der geplanten Maßnahmen an. Dies gilt auch bei der Erschließung von passenden Anpassungsqualifizierungen.

  • Netzwerke aufbauen – Expertise ausbauen
    Das DKF fördert einen fachöffentlichen Austausch und vernetzt alle Akteure, die an der Etablierung und Weiterentwicklung guter Standards der Anwerbung und Integration von internationalen Pflegefachkräften interessiert sind.

Kernthemen und Leistungen

  • Begleitung eines Prozesses zur Optimierung von Anerkennungsverfahren

  • Konzeption eines Zertifikats für internationale Personalvermittlung von Pflegefachkräften

  • Werkzeugkoffer Willkommenskultur und Integration

  • Informations- und Vernetzungstage

  • Beratung zum betrieblichen Integrationsmanagement in einer Pilotphase in Kooperation mit der DeFa