Abfrage zum Einsatz von internationalen Pflegefachkräften in Qualifizierungsmaßnahmen in der Patientenversorgung in Zeiten von COVID-19

Das Deutsche Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen im Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) eine Abfrage zu internationalen Pflegefachkräften eingerichtet, die sich bereits in Deutschland befinden, aber ihre Berufsanerkennung in Deutschland noch nicht erhalten haben.

Über ein Formular können Krankenhäuser entsprechende Angaben übermitteln und auch die Hinderungsgründe für einen Einsatz in der Pflege zu benennen.

Das Formular zur Abfrage steht Ihnen hier als Download zur Verfügung.

Download Fragenkatalog

Bei Fragen wenden Sie sich gerne telefonisch oder per E-Mail an das DKF:

Ingeborg Germann
Mail: ingeborg.germann@kda.de, Telefon: 030/2218298-15

Hintergrund dieser Abfrage ist eine Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, angesichts der zu erwartenden hohen Patientenzahlen aufgrund der Corona-Epidemie.

Ziel ist, die Krankenhäuser dabei zu unterstützen, internationale Pflegefachkräfte, die sich bereits in Deutschland befinden, unverzüglich in der Patientenversorgung einzusetzen, auch wenn diese Pflegefachkräfte ihre Berufsanerkennung in Deutschland noch nicht erhalten haben.

Das Bundesministerium wird im Anschluss an diese Abfrage zeitnah mit den Ländern Kontakt aufnehmen und diese unterstützen, zügig Lösungen für einen Handlungsbedarf zu finden, der sich aus den Rückmeldungen der Krankenhäuser ergibt.

 

22.04.2020

Information

Sehr geehrte Einrichtungsleiterinnen und  Einrichtungsleiter,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Rückmeldungen trotz des erhöhten Arbeitsaufkommens im Zuge der COVID-19-Bekämpfung!

Erste Zwischenergebnisse können wir Ihnen bereits jetzt vorstellen:
Bislang haben sich rund 50 Krankenhäuser beteiligt. Von den gemeldeten 434 internationalen Pflegekräften befinden sich ca. 1/4 (115) kurz von dem Abschluss der Maßnahme oder warten bereits auf ihre Berufsurkunde.
Hinderungsgründe für einen Einsatz in der Patientenversorgung:
33 % fehlende berufsrechtliche Befugnis, 20 % fehlende Sprachkenntnisse, 17 % Anrechenbarkeit beim Personalschlüssel, 14 % aufenthaltsrechtlicher Status und 12 % (Re-)Finanzierung.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) prüft nun, welche Maßnahmen in Absprache mit den Ländern ergriffen werden können.
Weitere gemeldete Hinderungsgründe werden in den kommenden Wochen gesammelt und an das BMG weitergeleitet.

Die Abfrage erfolgt weiterhin. Bitte reichen Sie gerne den Fragenkatalog an info@dkf-kda.de ein.