Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat mit Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) ein Deutsches Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen (DKF) eingerichtet.
Ziel des Kompetenzzentrums ist es, sich an der Entwicklung, Begleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur Gewinnung von Personen mit einer pflege- oder gesundheitsfachlichen Ausbildung aus dem Ausland zu beteiligen. Dazu gehören Instrumente der Qualitätssicherung im Rahmen von Anwerbungen und Vermittlungen dieser Personengruppe und auch Maßnahmen zur fachlichen, betrieblichen und sozialen Integration im Sinne eines guten Integrationsmanagements. Diese Vorhaben basieren auf Ergebnissen der Arbeitsgruppe 4 der Konzertierten Aktion Pflege.
Das Deutsche Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen (DKF) ist Teil der Bemühungen von Gesundheitsminister Jens Spahn, im Rahmen eines Modellprojektes internationale Fachkräfte aus den Gesundheits- und Pflegeberufen zu gewinnen.

„Nachhaltige, gute Integration – fachlich, betrieblich, sozial – als zentrale Voraussetzung für die Gewinnung ausländischer Pflegefachpersonen und eine gute Willkommenskultur“

Ausgangslage

Die Bundesregierung hat es sich angesichts des demografischen Wandels zur Aufgabe gemacht, die Fachkräftesicherung zu unterstützen. Dies gilt auch und insbesondere für die Pflege. Die Versorgungssicherheit in der Pflege sowie eine gute professionelle Pflege sollen vorrangig durch Pflegefachpersonen aus dem Inland und der Europäischen Union gewährleistet werden. Ein darüberhinausgehender Bedarf soll durch Pflegefachpersonen aus Drittstaaten gedeckt werden. So ist die Gewinnung von Pflegefachpersonen aus dem Ausland angesichts des Fachkräftemangels eine zusätzliche Möglichkeit für Krankenhäuser, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen, offene Stellen zur Sicherung der pflegerischen Versorgung zu besetzen.

Mit der Einrichtung der Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa) sowie der Harmonisierung der Anerkennungsverfahren der Bundesländer zu den Berufsqualifikationen soll der Anwerbeprozess für alle beteiligten Akteure (ausländische Pflegekräfte, Arbeitgeber, zuständige Behörden) vereinfacht und somit beschleunigt werden. Die Weiterentwicklung von Integrations- und Sprachkonzepten sowie von Nachqualifizierungsmaßnahmen, soll die nachhaltige Integration unterstützen.

Was macht das DKF?

Jenseits des serviceorientierten, in der Praxis den Ansprüchen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entsprechenden Anwerbeprozesses ist eine nachhaltige fachliche, betriebliche und soziale Integration, die zu einer Niederlassung und Bleibeorientierung der angeworbenen Personen führt, zu fördern.
Das Deutsche Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte der Gesundheits- und Pflegeberufe wird in diesem Bereich eine Expertise auf- und ausbauen, kontinuierlich die Bedürfnisse der angeworbenen Personen im Blick haben und entsprechende Maßnahmen vorschlagen.
Dies beinhaltet die Entwicklung eines Werkzeugkastens für Maßnahmen zur Integration, begleitet das Pilotprojekt und erarbeitet ein Gütesiegel für die Zertifizierung einer ethisch hochwertigen Gewinnung von Pflegefachkräften aus dem Ausland.

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